HFC Schwarz-Weiß I. - FCF 4:2 (4:2)
HFC Schwarz-Weiß I. - FCF 4:2 (4:2)
06.04.2010, 19.00 Uhr, Lichtenhainer Straße (Hellersdorf)
Das FCF-Team:
Räder
Küttner
Birkner Wottke
Ciernioch
Wolff Stiefel
Kupries
Lorenz Brand
Mk. Jasper (C)
Ein-/ Auswechslungen: ab 46. Mn. Jasper für Küttner
ab 46. Böhme für Wottke
ab 75. Thiel für Brand
Gelbe Karten: Lorenz (K), Brand (?)
Gelb-Rote-Karte: Mk. Jasper (17., K)
Tore: 1:0, 2:0 Gegner (10. Minute, 15. Minute), 2:1 Lorenz (26., FE - Foul an Ciernioch), 3:1 Gegner (34.), 3:2 Kupries (40., direkter Freistoß), 4:2 Gegner (43., Eigentor)
Kurz nach dem spielfreien Osterwochenende musste der FCF auf Reisen gehen. Es wartete der HFC SW I. in Hellersdorf, gegen die der FCF vor vier Wochen mit 1:3 unterlag. Die Hälfte der FCF-Mannschaft reiste mit Verspätung an, so dass der Spielbeginn um 15 Minuten nach hinten, sprich auf 19.00 Uhr verlegt wurde. Dem Bombenfund in Ostkreuz sei dank, dass die Wege nach Hellersdorf nur schwerlich zu beschreiten waren.
Die Voraussetzungen für den FCF standen in vielerlei Hinsicht nicht gut. Durch eine Niederlagenserie und den Ausfall zahlreicher Stammkräfte standen dem FCF-Trainer Mn. Jasper bereits vor dem Anpfiff Sorgenfalten auf der Stirn.
Nichtsdestotrotz wollte der FCF die kleine Weltreise nicht umsonst angetreten haben. So schickte der Trainer die Jungs motiviert ins Spiel. Auf dem Feld stand indessen eine bunt gewürfelte FCF-Mannschaft, die so noch nicht zusammengespielt hat. In der Abwehr fiel kurzfristig R.Schülzky mit Erkältung aus, Wehrend war augrund seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Südring gesperrt, so dass Birkner und Wottke als Innenverteidiger und Küttner als Libero begannen. Im Mittelfeld rückte Brand für Schiller und Lorenz für Thiel in die Startformation. Im Angriff ersetzte Kapitän Mk. Jasper seinen Bruder Mn. Jasper, der zunächst auf der imaginären Bank Platz nahm, auf der sich auch Böhme und Thiel bereit hielten.
Von der Mannschaftsansprache schien in der Anfangsphase jedoch nichts hängen geblieben zu sein. Ein konfuser und nervöser Start des FCF bescherten dem Gastgeber gleich die ersten Torchancen, doch flogen die Bälle zunächst am Tor des FCF vorbei. In der 10. Minute durfte dann Räder aber den ersten Ball aus dem Netz holen. Im Anschluss an einen HFC-Eckball bei Überzahl der FCF-Verteidiger im Strafraum bugsierte der HFC-Spielmacher den Ball freistehend aus knapp 7 Metern über die Torlinie. Wieder ein geschenkter Treffer für den Gegner. Doch die Geberlaune des FCF schien nicht enden zu wollen. Eine verunglückte Abwehraktion landete bei einem HFC-Spieler, der im Strafraum uneigennützig per Querpass für seinen Nebenmann auflegte, der sorgenfrei ins leere Tor zum 2:0 nach 15 Minuten abschließen durfte.
Der Sorgen nicht genug trat jetzt Herr Brüning, gekleidet in schwarz, also der Schiedsrichter auf den Plan und hatte seinen großen Auftritt. Im Anschluss an einen Abseitspfiff gegen den Kapitän Mk. Jasper zeigte er diesem wegen Ballwegschlagens die Gelbe Karte. Nichts außergewöhnliches - kann man vertreten, wenn es auch eine harte Entscheidung war. Nun fragte der Kapitän, ob man in dieser Anfangsphase des bis dato auch sehr fairen Spiels nicht ein wenig Fingerspitzengefühl haben könne. Dies quittierte er mit der nächsten Gelben Karte - ergo der Gelb-Roten Karte für den Kapitän nach geschlagenen 17 Spielminuten. Sowohl der Anhang des Gastgebers, insbesondere dessen Trainer, als auch die Anhänger des FCF, schauten verwundert auf das Spielfeld, ob der kuriosen Entscheidung. Wieder einmal durfte der Herr in schwarz sein Machtgehabe ausspielen, wie er es damals schon im Spiel gegen die Rudower Kickers vor gut zwei Jahren fabrizierte.
Die Konfusion um den Platzverweis schien aber zunächst den HFC zu beeindrucken, spielten sie jetzt sorgloser als zuvor. Der FCF kam jetzt endlich ins Spiel und drückte auf den Anschlusstreffer. Scheiterte zunächst Lorenz zweimal, durfte dieser sich den Ball auf den Elfmeterpunkt legen, nachdem Ciernioch im Strafraum gefällt wurde und es berechtigterweise Elfmeter gab. Lorenz verlud den TW und schob eiskalt in die rechte Ecke ein - nur noch 1:2 nach 26 Minuten. Doch der HFC konnte weiterhin Tango mit der wackligen FCF-Abwehr tanzen. Nach einem Missverständnis von Küttner und Wottke fiel einem HFC-Stürmer der Ball vor die Füße und dieser bedankte sich artig mit seinem zweiten Treffer. Das 3:1 nach 34 Minuten.
Der Kampfgeist des FCF war jedoch noch nicht gebrochen. Brand, der sich immer wieder gut in Szene setzen konnte, wurde direkt vor der Strafraumgrenze in zentraler Position gefällt. Kupries fasste sich endlich mal ein Herz und zimmerte den Ball unhaltbar ins linke Eck des Tores und verkürzte zum umjubelten 2:3. Ging da vielleicht doch noch etwas?
Die Frage ist schnell beantwortet: Nein! Zwei Minuten vor der Pause spielte die FCF-Abwehr wieder verrückt. Wottke und Küttner, die in dieser Halbzeit keine Freunde mehr wurden, halfen gütig beim nächsten Gegentreffer mit. Küttner fälschte einen Schuss unhaltbar ins eigene Tor ab. 2:4 - gleichzeitig der Pausenstand in einer turbulenten ersten Halbzeit.
Die zweite Hälfte begann mit zwei Veränderungen. Wottke und Küttner wichen für Böhme und Mn. Jasper, die jeweils die identischen Positionen einnahmen. Mit Beginn des zweiten Abschnitts entwickelte sich fortan eine hart umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen und aufkommenden Nickligkeiten, die der Schiedsrichter zunächst nicht zu unterbinden vermochte. Er zeigte seine Gelben Karten weiterhin lieber für angebliche Kritik am Schiedsrichter. Sei´s drum.
Der HFC verlegte sich zunehmend aufs Kontern, kam jetzt aber nicht mehr so einfach durch die nun stabilisierte FCF-Deckung hindurch, da Mn. Jasper und Böhme stark verteidigten. Aber nach vorne fehlte die richtige Durchschlagskraft. Zwar kullerte der Ball immer wieder mal gefährlich im Strafraum umher, doch ein passender Abnehmer wurde nicht gefunden. Kupries versuchte im Mittelfeld mehr Verantwortung zu übernehmen, kämpfte und biss um jeden Ball. Lorenz, der in der ersten Halbzeit sehr stark aufspielte, gingen langsam die Kräfte aus. Zu sehr hatte er sich in der ersten Halbzeit aufgerieben und immer wieder für Glanzlichter gesorgt. Jeder Spieler bot kämpferisch im zweiten Abschnitt eine tadellose Leistung auf. Der junge Brand wurde schließlich in der 73. Minute ausgebremst, als er rüde von seinem Gegenspieler umgerannt wurde, der dafür vom Feld gestellt wurde. Brand musste daraufhin verletzt das Feld verlassen und wurde in der Schlussviertelstunde von Thiel ersetzt.
Die numerische Ausgeglichenheit vermochte der FCF nicht mehr zu einem erfolgreicheren Ergebnis umzumünzen. Auf der Gegenseite verpasste der Gastgeber die endgültige Entscheidung. Die Konter wurden zu ungenau ausgespielt oder aber Räder parierte glänzend. In der zweiten Hälfte war auch bei ihm eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar.
So pfiff der Schiedsrichter das Spiel dann drei Minuten zu früh ab (angeblich damit nicht noch mehr passiert - unglaublich..) und der FCF durfte ohne zählbaren Erfolg in den Süden zurückreisen.
Der FCF verliert verdient gegen einen kompakt und aggressiv in den Zweikämpfen auftretenden Gastgeber, der auf die Anschlusstreffer des FCF immer eine passende Antwort parat hatten. Für den FCF brechen schwere Zeiten an - die Abstiegslinie rückt deutlich näher.
Matthias KUPRIES (5 Stimmen)
Mit seinem schönen Freistoßtreffer zeigte seine Formkurve im Spiel deutlich nach oben. War im zweiten Durchgang stärkster Akteur auf dem Platz und leitete immer wieder Angriffe ein.
2. Sascha Lorenz (4 Stimmen)
3. Conny Birkner (2 Stimmen)
4. Benny, Flo und Bommel (je 1 Stimme)
R.S.
07.04.2010 | Herthaner78 |
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